{Rezension} Der Tag, an dem Rose verschwand von Linda Newbery





Einzelband

Gebundene Ausgabe: 416 Seiten

Verlag: Blanvalet Verlag

ISBN: 978-3764504977  

Originaltitel: Quarter Past Two on a Wednesday Afternoon







In der Sonne liegend, sich die Nadel lackierend, unter einem Pfirsichbaum. So sieht das letzte Bild aus, das Anna von ihrer Schwester Rose hat. Dieses Bild musste sie für die Polizei immer wieder beschreiben, denn als Anna an diesem Sommertag nach Hause zurückkam, war ihre Schwester verschwunden.

Auch nach 20 Jahren haben Anna und ihre Eltern den Verlust nicht verwunden.

Anna lebt inzwischen mit ihrem Freund Martin in London, doch sie selbst fühlt sich in ihrem Leben nicht wohl und die Lücke die Rose hinterlassen hat konnte bis heute nicht gefüllt werden. Und seit all der Zeit gilt das ungeschriebene Gesetz, dass der Name von Rose nicht genannt werden darf. Endlich scheinen Annas Eltern den Entschluss gefasst du haben die Vergangenheit hinter sich zu lassen, denn nun wollen sie aus dem Haus ausziehen, dass sie mit Rose verbindet.

Ob sie es schaffen nach all den Jahren ein Leben zu leben, in dem sie nicht vom Geist von Rose verfolgt werden?

Das Buch ist hauptsächlich aus der Sicht von Anna geschrieben. Sie ist eine sympathische Protagonistin, aber trotzdem ist ihr Verhalten teilweise doch etwas gestört. Sobald etwas Positives in ihrem Leben passieren könnte, beginnt sie sich selbst zu manipulieren, als würde sie sich selbst kein Glück gönnen. Es ist als würde sie das Verschwinden von Rose als eine Bestrafung für etwas sehen und als würde sie sich daher auch sonst nichts gönnen. Sie kann ihre Schwester einfach nicht loslassen und auch nach 20 Jahren beginnt sie erneut nach Rose zu suchen, obwohl alle Personen se dadurch schon für etwas verrückt halten.

In der Geschichte wechseln wir zwischen 3 Zeiten – der Gegenwart, der Jugend von Anna, teilweise sogar als Rose noch bei ihnen war, und der Jugend von Annas Mutter Cassandra. All diese Stränge sollen und einen Einblick in die Tiefen der Geschichte geben. Durch diese Wechsel wird die Spannung der Geschichte stetig gesteigert, da man natürlich mitfiebert und endlich wissen möchte wie das alles zusammenhängt. Der Schreibstil der Autorin war wirklich flüssig und ließ das Buchstaben einfach nur so dahin fliegen. Das Buch ist an manchen Stellen wirklich sehr emotional, wodurch die eine oder andere Träne während des Lesens schon gerollt ist.

Das Buch überzeugt mit seiner gefühlvoller Story und der gelungenen Umsetzung des Ganzen. Anna ist zwar eine etwas komische Protagonistin, aber ich habe sie mit ihren Ecken und Kanten genossen. Ich bin mir gar nicht so sicher, ob ich an ihrer Stelle anders reagiert hätte. Ich kann euch das Buch wirklich nur empfehlen. Ich habe lange keinen Roman mehr in dieser Art gelesen und dieser hat sich wie von selbst gelesen! Es war einfach nur schön! Sehr berührend!


Die Autorin


Linda Newbery

Linda Newbery studierte und unterrichtete Englisch, bevor sie ihr erstes Buch verfasste. Sie veröffentlichte bereits mehrere Romane für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die vielfach ausgezeichnet wurden, u.a. mit dem Costa Children's Book Award. Zur Zeit lebt sie mit ihrem Mann und drei Katzen in einem kleinen Dorf in der Grafschaft Oxfordshire im Süden Englands.(Quelle: Blanvalet)






Kommentare:

  1. Hey =)

    Ich habe das Buch noch auf dem SuB, deine Rezi klingt ja gut, ich denke da werde ich es mir bald mal vornehmen =)

    liebe Grüße, Mikki

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    1. Ich kann es dir nur empfehlen. Anfangs hätte ich nicht erwartet, dass es so gut wird, aber ich das Buch hat mich wirklich überzeugt!

      Liebe Grüße
      Suselpi

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  2. Hallo! Mir hat das Buch auch sehr gut gefallen - sehr berührend. Vor allem das Cover ist wunderschön. Liebe Grüße, Corinna

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    1. Ja, eigentlich war es auch das Cover, dass mich damals zu dem Buch gebracht hat. Und es war so viel besser, als erwartet.

      Liebe Grüße
      Suselpi

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